Atmungen für die Geburt
- gesund-leben-mit-a
- 10. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Ganz richtig - es gibt mehrere Atmungen während des Geburtsvorgangs.
Es gibt die Atmung für die Wehen (oder im Hypnobirthing: Wellen), eine Atmung zwischen den Wehen/Wellen und eine Geburts-Atmung, um dein Kind aus dir raus zu schieben.
Nachdem ich in meiner zweiten Schwangerschaft mich mental auf die Geburt durch Hypnobirthing vorbereitet hatte, ist es mir ein Anliegen auch diese Atmungen in meinen Yoga-Stunden einzubauen.
Die Atmung während der Wehen/Wellen:
"Einatmen bis 8 zählen und Ausatmen bis 8 zählen"
Im Hypnobirthing lernte ich bis 20 zu zählen, aber das fand ich sehr stressig und ich nahm die klassiche Yoga-Atmung dafür her, um "nur" in Ruhe bis 8 zu zählen.
Atmung zwischen den Wehen/Wellen:
Ujayi-Atmung
Diese Atmung hilft den Atem zu vertiefen, sich zwischen den Wehen/Wellen zu zentrieren und das Baby beim Geburtsgang zu unterstützen.
Hierbei werden die Stimmbänder verengt - wie beim flüstern oder wenn ein Spiegel angehaucht wird - und es wird ein- und ausgeatmet.
Bienen-Atmung:
Diese Atmung löst Anspannung, Wut und Angst, stärkt das Selbstvertrauen, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung. Für alle die unter Schwangerschaftsdemenz leiden - das ist deine Atmung :)
Ich praktiziere diese Atmung indem ich meine Ohren mit den Daumen schließe und meine restliche Finger auf meine Augen lege. Durch die Nase einatmen und summend wieder ausatmen. Auch eine sehr schöne Atmung, um sich wieder zu fokussieren.
Geburts-Atmung:
J-Atmung
Diese Atmung wird auf der Toilette geübt. Wenn du dein Stuhlgang hast, atmest du durch die Nase ein- und beim Ausatmen stellst du dir gedanklich ein "J" vor und entleerst dein Darm bzw. versuchst dein Kind dadurch rauszuschieben.
Es gibt viele Atmungen im Yoga - auch welche die für die Geburten hergenommen werden. Diese drei erst genannten Atmungen sind meine Lieblingsatmungen, die ich in meinen Schwangerschafts-Yoga-Kursen mit dir übe.
Ganz wichtig ist zu beachten - in der Schwangerschaft wird der Atem NICHT angehalten. Es soll keine Pausen zwischen dem Ein- und dem Ausatmen geben, sodass dein Baby optimal versorgt bleibt.
Noch viel wichtiger ist, dass du diese Atmungen regelmäßig mindestens einmal am Tag übst, am Besten sobald du weißt, dass du Schwanger bist. So übernimmt dein Körper während der Geburt automatisch diese Atmungen und du musst dich an nichts mehr aktiv erinnern.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Üben!
Deine Antonia
Quelle: Lehrskript "Yoga für Schwangere" von Nicoletta Wagenstetter
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